Die Quappe
Lat.Name: Lota lota
Regional auch Rutte, Aalquappe, Aalrutte oder Aalraupe genannt.
So heißt die Quappe bei unseren Europäischen Nachbarn
GB: Burbot oder Eel pout
F: Lote oder Barbotte
ESP: Lota
NL: Kwabaal
S: Lake
PL: Mietus
Vorkommen
Wie in Deutschland kommt die Quappe auch im gesamten Europa fast überall vor. Lokal sind ein paar leichte Einschä¤nkungen vorhanden; z.B. ist sie in Italien nur in der Poebene heimisch, und in Großbritannien beschränkt sich ihr Verbreitungsgebiet auf die östlichen Flüsse.
Kennzeichen
Die Quappe ist ein lang gestreckter Fisch und häufig am Rücken und auf den Seiten sehr auffällig marmoriert, während die Grundfarbe braun- grünlich und der Bauch weiß- gelblich ist. Der Fisch hat einen langen, starken bartfaden am Kinn und zwei kurze Barteln am Oberkiefer. Seine erst Rückenflosse ist sehr klein, die zweite Rücken- und die Afterflosse reichen bis zur abgerundeten Schwanzflosse. Quappen haben einen breiten und flachen Kopf mit leicht unterständiger Mundspalte.
Die zu den Raubfischen gehörende Quappe ist die einzige der dorschartigen Fische, die nur im Süßwasser lebt und sich auch dort fortpflanzt. Ihr bevorzugter Lebensraum sind klare Flüsse mit festem, kiesigem oder sandigem Untergrund, doch sauerstoffreiche Seen, die auch den Sommer kühl sind, gehören zu ihren Wohngewässern. Dieser nachtaktive Fisch mir reduzierter Schwimmblase versteckt sich tagsüber am Boden und benötigt daher strukturreiche Gewässer. Nach Einbruch der Dunkelheit geht die Quappe auf Beutezug, und gerade in Salmonidengewässern gilt sie als Schädling, da sie auch Laich frisst und hauptsächlich während der kalten Jahreszeit aktiv ist. Abhängig von der Lage ihres Wohngewässers findet die Fortpflanzung zwischen Dezember und Februar bzw. November bis März statt. Eingeleitet wird diese Phase mit langen Laichwanderungen, zu denen sich die Quappen in Scharen versammeln und oftmals Strecken über 100km flussaufwärts hinter sich bringen. Bevorzugt über sandigem Boden wird in tiefen Gewässerabschnitten abgelaicht; steiniger Untergrund wird aber ebenfalls als Laichsubstrat angenommen. Das Weibchen legt bis zu 1 Million gelbliche Eier in 0,8- 1,5mm Größe, die einen einzigen Öltropfen(ca. 0,4mm groß enthalten, was in Seen dazu führt, dass sich der Laich schwebend im Freiwasser entwickelt. In Fließgewässern kleben die Eier jedoch am Boden fest, wo die Jungtiere nach 6 bis 10 Wochen schlüpfen. Quappen werden durchschnittlich 20-60cm groß, maximale Fische von bis zu 1m und 5kg Gewicht sind ebenfalls bekannt.
Die besten Köder für das Quappen angeln
Jungtiere fressen wirbellose, bodenlebende Kleintiere; ab einer Größe von 20 bis 30cm gehen die Quappen dazu über, hauptsächlich kleine Fische zu erbeuten. Doch auch Laich wird nicht verschmäht, was den Tieren einen schlechten Ruf eingebracht hat.
Quappen fängt man am besten mit Köderfisch, doch auch Tau- und Laubwurm, Leber und Hühnerdärme haben sich als recht fängig bewiesen.