Es tauchen immer wieder Berichte in Angelzeitschriften und anderen
Medien auf, die sich mit Tierquälerei beim Angeln beschäftigen und dann
taucht auch zwangsläufig die Frage auf, wie man denn nun die Aale am
schnellsten und schonsten tötet ohne ihnen unnötiges Leid dabei
zuzufügen. Eine vernünftige Antwort drauf zu finden dürfte nicht
schwersein, passieren dennoch Fehler gerade und ausmangelnder
Erfahrung bei jüngeren Anglern. Fehler die nichts mit der finanziellen
oder der materiellen Ausstattung zu tun können vermieden werden.
Die Landung eines Aales:
Die Aale werden nicht gedrillt! Lässt man dem Aal ziehen nachdem
er gehakt ist, wird alles dran setzen sich an irgend einem Hinderniss
am Grund festzusetzen. Einen so festgesetzten Aal bekommt man meist nur
mit viel Glück oder Erfahrung wieder los, meisten ist dieser Aal dann
verloren. Einen Unterfangkescher sollte nicht zum Einsatz kommen, es
sei denn man hat Lust & Zeit denn verschleimten Kescher von dem
Aalschleim zu befreien, wer denn noch einen Kescher anwenden möchte der
sollte drauf achten das dieser feinmaschig ist. Denn aus einem
grobmaschigen bekommt man weder den Schleim noch die vielen Knoten die
eine Schlange einbaut wieder raus. Zumal der Aal bei solchen
befreiungsaktionen nur unnötig gequält wird. Außerdem sollte das gesamte Angelgerät so Stabil sein das ein Aal auch problemlos ohne Kescher gelandet werden kann.
Eine möglich Landungsart ist das so genannte Stranden, damit lassen
sich auch Fische problemlos von einen Meter ohne Unterfangkescher
landen. Achtet aber drauf das die Landungstelle nicht mit hohem Gras
bewachsen ist, denn auch hier verwickelt sich der Aal drin und es wäre
nur Qualvoll diesen dort wieder los zu bekommen.
Das Messen:
Verwendet zum ablegen des Aales eine aufgeschnittene Plastiktüte, die
am Angelplatz ausgebreitet wird, diese funktioniert ähnlich wie eine im
Handel erhältlich Abhakmatte. Wer auf Aal angelt möchte diesen auch mitnehmen und sinnvoll
verwerten das bedeutet, das Aal später verzehrt wird und nicht in den
Müll geschmissen wird weil man diesen nicht mag, denn dann hätte man
diesen auch wieder zurücksetzen können. Das mitnehmen ist aber nur bei
maßigen Fische erlaubt, also muß man schnellstmöglich beurteilen ob
dieser nun das Maß hat oder nicht. Wer nun anfängt nachdem Maßband zu
suchen, verliert kostbare Zeit. Hier kann euch ein Tipp weiterhelfen:
Fertigt euch aus einem alten Besenstiel ein Messlatte an. Diesen Stiel
könnt ihr vorher auf das gesetzliche Schonmass zurecht sägen, damit
könnt ihr dann schneller feststellen ob der Aal über dem Schonmaß liegt
oder drunter ist. Das genaue Maß könnt ihr dann immernoch rausfinden,
wenn ihr euch entschlossen habt diesen mitzunehmen oder nicht.
Das Haken lösen bei Schnürsenkeln.
Hat der Aal nun nicht das Maß und ist der Haken weit
vorne im Maul, dann reicht meist eine kurze Bewegung aus dem Handgelenk
und der Aal ist wieder frei und schwimmt seines Weges. Bei tief geschluckten Haken ist das Vorfach kurz vor dem Maul abzuschneiden und der Fisch ist so zurück zu setzen. Auf keinem Fall ist darf man diese so gehakten Aale töten, nur weil man den Haken und das vorfach nicht verlieren möchte. Beim abhaken und/oder abschnieden des Vorfaches ist euch nun die Plastiktütenunterlage hilfereich und verkürzt den Ringkampf mit den kleinen Aalen. Wickelt darin den Aal ein lasst das Maul ein bisschen über den Rand raus stehen und versucht diesen Aal auf den Rücken zulegen. Denn sobald der Aal auf dem Rücken liegt hört er auf sich zuwehren. Ob ihr es richtig gemacht habt, hört ihr daran, das der Fisch sonderbare Atemgeräusche von sich gibt dabei bewegt er die Kiemen wie ein Blasebalg. Jetzt kann der Haken schonend entfernt werden und der Fisch durch blosses ausrollen wieder in die Freiheit entlassen werden. Der Fisch verliert dabei, im gegensatz zu der Methode Sand oder einem Handtuch sehr wenig Schleim und seine Haut wird somit weniger verletzt und ist auch nicht so pilzanfällig.
Das töten eines Aals:
Der häufigste Fehler beim töten des Aals ist der, den Haken zu lösen bevor man diesen getötet hat. Da Aale vordem töten nicht betäubt werden weil dies nicht möglich ist. Also auch nicht vor dem Hakenlösen. Das bedeutet, löst mam erst den Haken und tötet dann den Aal, hat man diesen Tier sinnlos Schmerzen zugefügt, was nichts anderes als Tierquälerei ist. Der maßige Aal sollte erst mit einem Herzstich zwischen die Brustflossen getötet werden und erst dann sollte man denn Haken lösen es empfiehlt sich auch denn Aal nachdem Herzstich auszunehmen und die Innereien in einen Plastikbeutel zupacken. Ungeübten Anglern empfehle ich eine Aalzange oder Aaltöter zubenutzen, da in bruchteilen von Sekunden das Rückenmark des Aals durchtrennt wird. Jegliche andere Form des tötens ist nicht Fischgerecht und in der Regel auch strafbar.
Gedanken zum Schluss:
Ein Aal zutöten sollte niemals leicht fallen, sondern mit dem dazu gehörigen Respekt gegenüber seines Fanges!
Denn wer weiß schon wie lang diese Reise des Aals war, vorbei an auslaufenden Säuretankern,, den gierigen Kormoranen, hächselnden Wasserkarftturbinen, Krankkeiten, Glasaalfischerbooten und hunderten von Netzen und Haken. Aufgestiegen aus 4000m unerforschter Tiefe nach 25 Jahren und weit über 6000 km Reise durch die Gewässer bis in die kleinsten Gräben nun Ende seiner Reise aber nicht am Ziel...........
Das Zie seiner Reise war seine Geburtsstätte in der Sargassosee. Deshalb sollte jeder Angler und Aalfreund Respektvoll mit dem gefangenen Tier haben und von Fang zu Fang entscheiden ob seine Reise weiter geht oder hier zu Ende ist.
Daher sollte das töten dieser Aale nicht zu einer Routineentscheidung eines Bolzenschussgerätes werden........
In diesem Sinne Sandbarsch