Ich habe vor einiger Zeit ein paar Versuche mit dem Futterkorb gemacht. Allerdings konnte ich damit hauptsächlich kleine Welse anlocken. Da diese bei uns sehr stark verbreitet sind, sind sie auch ohne Futterkorb ein stetiger Beifang beim Aalfischen. Letztes Jahr habe ich sogar weitaus mehr kleine Welse, als Aale gefangen. Ich musste feststellen, das ein geschlossener Futterkorb, wie er zum Anfüttern mit Maden verwendet wird, einem die letzten Nerven rauben kann. Vor allem, wenn er mit Katzenfutter gefüllt ist, welches Fischstücke enthält. Ich musste nach etlichen Fehlbissen feststellen, das die kleinen Welse versuchten, den Futterkorb zu fressen. Da ich auf Aal fast immer mit Feederruten fische, hatte ich einige, für mich heftige Bisse, die ich aber nie haken konnte. Als ich den Futterkorb gegen ein Blei ausgetauscht hatte, blieben die Bisse aus. Somit war klar, das die Fische nicht meinen Köder sondern den Inhalt meines Korbes fressen wollten. Das Anfüttern auf Aal ist bestimmt möglich, macht aber nur Sinn, wenn dadurch nicht zu viele andere Fische angelockt werden. Denn egal ob es nun kleine Welse oder aber Brassen sind, es sind dann einfach keine Aale. Zudem sind, wenn wie bei mir häufig vorhanden, auch immer gleich die Krebse zur Stelle. Somit finden die Aale, die dann auch mal vorbei kommen, nur leere Haken vor.
Alles in allem, kann man immer einen Versuch starten, aber ob es wirklich von Nutzen ist, kommt sehr auf das Gewässer und dessen Bewohner an.
Gruß Raba