Schleie Lat.Name: Tinca tinca
Regional auch Schlüpfling, Schuster
So heißt die Schleie bei unseren Europäischen Nachbarn.
Frankreich: tanche
Italien: tinca
England: tench, green tench
Holland: Zeelt
Vorkommen Die Schleie ist im größten Teil Europas mit Ausnahme von Griechenland, Schottland und Nordskandinavien verbreitet. Sie kommt auch im Brackwasser und in den Alpen bis zu 1.600 m über NN vor. Kennzeichen Längliche, kräftige Körperform; dicke Schwanzwurzel mit gerade abschließender Schwanzflosse; grünliche, teils dunkle, Körperfärbung mit geblichem Bauch; Maul endständig und vorstülpbar, 2 kurze Barteln; schleimige und dicke Haut mit sehr kleinen Rundschuppen, rotliche Iris.
Die Schleie bewohnt langsam fließende, weichgründige Gewässer (Brassenregion) sowie flache, warme und krautreiche Seen (Hecht-Schleisee). Hier hält sie sich tagsüber am Grund zwischen dichten Pflanzenbeständen auf und wird erst in der Dämmerung aktiv. Die Schleie ist ursprünglich in Naturgewässern mit weichem Boden und genügend Pflanzenbewuchs beheimatet. Schleien leben im unteren und mittleren Abschnitt von Flüssen, in Teichen, Weihern, Stauseen und an anderen geeigneten Orten. Sie vertragen auch das schwach salzige Wasser der östlichen Ostsee. Ihr Lebensraum ist der Gewässerboden. Die Laichzeit fällt in die Monate Mai - Juli bei einer Wassertemperatur von 18 - 20° C. Die Fische schließen sich vorher zu Schwärmen zusammen und suchen flache, durchsonnte Uferbereiche mit dichtem Unterwasserpflanzenbewuchs auf.
Hier werden die ca. 1 -1,4 mm großen, klebrigen Eier (300.000 - 900.000/Weibchen - 125.000 je kg Körpergewicht) abgelegt, diese heften sich an Wasserpflanzen an. Die Eiablage erfolgt portionsweise im Abstand von 2 Wochen und kann sich über 2 Monate erstrecken. Die Brut schlüpft nach 4 bis 5 Tagen und zehrt noch einieg Zeit aus den Dottersäcken. Schleien wachsen langsam und sind mit 3 Jahren erst ca. 25 cm groß, geschlechtsreif werden sie mit ungefähr 4 Jahren. Die Schleie ernährt sich vorwiegend von kleinen bodenlebenden Wirbellosen (Insektenlarven, Schnecken, Muscheln) sowie gelegentlich auch von Pflanzen, die Durchschnittsgrößen liegt bei 30 bis 35 cm, kann bis 65 cm lang und ca. 6 kg schwer werden, die Tiere können bis zu 20 Jahre alt und älter werden.
Geeignete Angelmethode(n): Posenangeln mit Stiftosen, Grundangeln mit Blei und Futterkorb. Grundangeln: Rute 2,7 bis 3,3 m lang, Wurfgewicht 10 bis 40 g; Posenangeln: kräftige Matchrute, 3,3 bis 3,9 m lang; Stationärrolle mit 150 m 20er bis 25er Monofil; 0,18er bis 0,22er Vorfach von 1 m Länge; kurzschenklige Haken Größe 6 bis 10. Prinzipiell gilt, dass bei verkrauteten Gewässern das Gerät stabiler sein muss, bei krautfreiem Gewässer entsprechend feiner. Geeignete Köder sind Maden, Mais, Kicherebse, Würmer (Mist- und Rotwurm) und Larven - gern auch als Kombi. Versuchen können Sie es auch mit Leberkäse oder Frühstücksfleisch. Anfüttern mit braunem Paniermehl, Partikelködern (Mais, Kichererbsen oder Hanf) und wahlweise diverse Geschmackszusätze. Schleien werden auch auf kleine Bolies (16mm) gefangen, hier empfiehlt sich vor allem ein fruchtiges Aroma (Mapple Cream oder Strawberry).