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Thursday, September 6th 2007, 5:59pm

Der Aal

Aal Anguilla anguilla



Familie: Anguillidae (Suesswasseraale)
Ordnung: Anguilliformes (Aalartige)
Klasse: Actinopterygii (Strahlenflosser)
Fishbase Name: European eel
Groesse: 133cm; max. Gewicht: 6,599kg; max. Alter: 85 Jahre
Lebensraum: demersal; katadrom; Suesswasser; Brackwasser; Seewasser; Tiefenbereich 0–700m
Klimazone: gemaessigt; 4 – 20°C; 74°N - 25°N, 26°W - 45°E
Bedeutung: Berufsfischerei: kommerziell; Aquakultur: kommerziell; Sportfisch: ja
Belastbarkeit: sehr niedrig, Verdopplung der Population dauert mehr als 14 Jahre.
Verbreitung: Atlantischer Ozean: Atlantische Kueste von Skandinavien bis nach Marokko und Fluessen zum Nordatlantik, Baltischem Meer und Mittelmeer. Kontinuierliche Auswilderung in Asien und Sued- und Zentral-Amerika, aber ohne Reproduktion. Laichgebiet im Westatlantik (Sargassosee). Auch entlang den Kuesten von Europa vom Schwarzen Meer bis zum weissen Meer. Mindestens ein Land berichtet ueber unguenstige oekologische Auswirkung nach der Einfuehrung. Neue genomische DNS-Studien zeigen, dass alle europaeische Aale trotz ihre teilweisen Isolation und grossen Abstaenden genetisch verwand sind und untereinander ein genetischer Austausch besteht.
Morphologie: Rueckenflossenstacheln: 0; Afterflossenstacheln 0; Wirbel: 110 – 120.
Schlangenfoermiger langgestreckter drehrunden Koerper. Kleine vertikale Kiemenoeffnungen an den Seiten. Die Ruecken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen durchgaengigen Flossensaum mit mindestens 500 weichen Strahlen. In der dicken Haut sind sehr kleine Rundschuppen eingebettet. Der europaeische Aal hat ein oberstaendiges Maul. Die Faerbung auf der Oberseite kann zwischen schwarz und dunkelgruen schwanken, wohingegen die Unterseite von gelb (junger, sog. Gelbaal) bis weiss (erwachsener, sog. Blankaal) variieren kann.
Biologie: Amphihaline Arten, die zum Laichen in die Tiefen der Sargassosee auswandern. Laichzeit ist im spaeten Winter bis spaeten Fruehjahr. Die Larven Leptocephali treiben im Golfstrom zu den Kuesten von Europa in 7 bis 11 Monaten (kann auch bis zu 3 Jahre dauern). Sie wandeln sich hier zu junge Aale und treten erst dann in die Flussmuendungen ein von wo aus sie die kontinentalen Gewaesser bevoelkern. Junge Aale verbringen ihren Wachstumsphase im Suesswasser, Maennchen fuer 6-12 Jahre, Weibchen fuer 9-20 Jahre vor der Beendigung ihrer Metamorphose. Ende ihrer Wachstumsphase werden sie sexuell reif und die Aale wandern zum Meer aus wo sie tiefe Gewaesser bewohnen. Erwachsene fressen nicht waehrend der Abwanderung zum Meer. Die Gametogenese wird erst waehrend der Abwanderung zur Sargassosee abgeschlossen. Kommt bei Temperaturen von 0-30°C vor. Ist ein Einzelgaenger in allen seinen Stadien. Die 'Schulen' von jungen Aalen die von Zeit zu Zeit in den Muendungen von Fluessen beobachtet werden sind eine Massenansammlung aufgrund von aeusserlichen Bedingungen und nicht ein aktives Zusammenleben. Seine Nahrung bezieht er faktisch aus der ganzen Wasserfauna. In einem Alter von 6-30 Jahren beginnen Aale eine bemerkenswerte Reihe von Aenderungen zu erfahren, die Augen werden erweitert, der Kopf wird spitzer, die Haut hinten dunkler, waehrend sie auf dem Bauch leuchtend und silbrig wird. Beste Temperatur fuer Aale ist 20-25°C um sich zu entwickeln. Vermarktet wird er frisch, getrocknet oder gesalzen, geraeuchert und eingefroren; kann gebraten, gekocht und gebacken werden. Offensichtliche Abnahme der Bestaende fuer im gesamten kontinentale Verbreitungsgebiet. Verletzbar. Sie leben auf dem Grund unter Steinen, im Schlamm oder in Spalten.
Rote Liste: steht nicht auf der IUCN Red List
Gefaehrlich: potentieller Schaedling

Quelle: fishbase.org

mfg
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Thursday, September 6th 2007, 6:19pm

Fangmethoden

Hi
Die gebraeuchlichste Fangmethode ist wohl das Grundangeln. Als Koeder werden hier Wuermer, Fischfetzen, Koederfische, Krebs- und Krabben-Fleisch sowie Kaese verwendet.
Gewerblich wird er meist mit Reusen gefangen.
In vielen Regionen ist das Poeddern sehr beliebt. Hier werden sehr viele Wuermer auf einen Wollfaden aufgezogen der dann gebuendelt wird. Es werden hierbei keine Haken verwendet. Die Aale verbeissen sich mit ihren kleinen Zaehnchen in dem Wollfaden und koennen so einfach aus dem Wasser an Land gehoben werden wo sie dann meist selbstaendig loslassen.
Die beste Fangzeit ist die abendliche Daemmerung und die beginnende Nacht.
Erstaunlich ist dass man entlang der skandinavischen Kueste den Aal auch im Salzwasser antrifft. Man kann ihn hier direkt vom Ufer aus befischen. Grosse Exemplare leben hier in einer Wassertiefe von 5-20m in Felsspalten. Es ist unklar ob diese Aale ueberhaupt ins Suesswasser wandern.

mfg
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:eastern3 Vom Norwegenvirus befallen

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Thursday, September 6th 2007, 7:06pm

Wissenswertes

Hi
Lange Zeit war die wirkliche Herkunft der Aale unbekant. Erst 1922 hat der daenische Zoologe Johannes Schmidt Larven noerdlich der Bermudas entdeckt. In frueherer Zeit wurde gemutmasst dass Aale aus Schlamm oder Staub entehen wuerden (These von Aristoteles) oder von Erdwuermern geboren werden. Danach war die Theorie verbreitet dass die Aale von einem aehnlich aussehenden Fisch geboren werden. Dieser Fisch erhielt deshalb damals den Namen Aalmutter. Im Mittelalter dann wurde der Aal zu den Schlangen gezaehlt. Bis heute ist noch unklar wo die afrikanischen und asiatischen Arten laichen.

Aale werden zu den „Fettfischen“ gezaehlt weil ihre Koerpermasse aus bis zu 30% Fett bestehen kann.

Die Wanderung der Larven vom Laichgebiet an unsere Kueste scheint recht einfach da sie sich mit dem Golfstrom treiben lassen koennen und hierbei Plankton fressen erstaunlich dagegen ist der Rueckweg der erwachsenen Tiere. Sie bewaeltigen innerhalb eines Jahres eine Strecke von 5000km gegen den Strom schwimmend und nehmen hierbei keinerlei Nahrung auf.

Die koerperliche Umwandlung der geschlechtsreifen Tiere ist enorm und vollzieht sich innerhalb von nur vier Wochen. Waehrend dieser Zeit aendern sie ihre Faerbung von gruen oder braun zu silbrig grau. Der After zieht sich ein und die Augen vergroessern sich. In dieser Zeit wird die Nahrungsaufnahme immer weiter eingestellt weil sich der Verdauungstrakt komplett zurueck bildet. Geschlechtsorgane werden gebildet die spaeter die gesamte Leibeshoehle einnehmen. Im Salzwasser dann muessen sich die Aale den erheblichen Millieuaenderungen anpassen. Dabei kommt es zu Umwandlungen in den Kiemenepithelien der Tiere. Dies wird durch das Hormon Prolaktin gesteuert.

Da sie sich gerne verstecken wurden sie frueher als Aasfresser eingestuft.Deshalb wurden frueher Tierschaedeln zum Fang genutzt (wie in der Blechtrommel zu sehen). Heute weiss man dass Aale bestenfalls frisch getoetete Koeder fressen niemals aber verweste. Der Aal besitzt einen extrem fein ausgebildeten Geruchsinn und verschmaeht deshalb Aas.

mfg
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