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Monday, September 3rd 2007, 7:44pm

Der Dornhai

Dornhai Squalus acanthias



Familie: Squalidae (Dornhaie)
Ordnung: Squaliformes (Dorn- und Stachelhaie)
Klasse: Elasmobranchii (Haie und Rochen)
Fishbase Name: Piked dogfish
Groesse: 160cm; max. Gewicht: 9,1kg; max. Alter: 75 Jahre
Lebensraum: benthopelagisch; ozeanodrom; Brackwasser; Seewasser; Tiefenbereich 0 – 1460m
Klimazone: gemaessigt; 7 – 15°C; 73°N - 55°S, 180°W - 180°E
Bedeutung: Berufsfischerei: kommerziell; Sportfisch: ja
Belastbarkeit: sehr niedrig, Verdopplung der Population dauert mehr als 14 Jahre.
Verbreitung: Westatlantik: von Groenland bis nach Argentinien. Ostatlantik: Kueste Islands und von Murmansk bis nach Suedafrika einschliesslich des Mittelmeerraumes und des Schwarzen Meers. Westpazifik: von der Beringsee bis nach Neuseeland. Berichte von vor Neu-Guinea sind zweifelhaft. Ostpazifik: von der Beringsee bis nach Chile.
Morphologie: Rueckenflossenstacheln: 2 - 2; Afterflossenstacheln 0. Ein schlanker kleiner Hai mit einer spitzen Schnauze und charakteristischen weissen Flecken. zwei dorsale Flossen mit unbedeckten grossen Dornen. Oben grau und unten weiss gefaerbt. Unterseite normalerweise ohne Flecken.
Biologie: Moeglicherweise der heutzutage am haeufigsten vorkommende Haifisch. Ein Kuesten- und kuestennaher kleiner Hai des kontinentalen und insularen Sockels. Lebt gewoehnlich ueber Grund aber auch im Mittelwasser und an der Oberflaeche. Wird oft in Buchten und Muendungen angetroffen. Berichtet wird dass er in Suesswasser eintritt, aber dort nicht fuer mehr als einige Stunden ueberleben kann. Lebt in grossen Schulen die gewoehnlich nach Groesse und Geschlecht getrennt sind. Frisst vor allem Fische, auch Mollusken, Krebstiere und andere wirbellose Tiere. Das Wachstum ist langsam. Sexuelle Reife nach 10 Jahren, Maennchen sind dann 60-70cm lang, Weibchen 75-90cm. Die Schwangerschaft dauert 2 Jahre. Geboren werden 1 bis 20 bis zu 30cm lange Jungen. Die einzige Haifischart die Giftstoffe in den Stacheln hat. Benutzt wird er fuer den menschlichen Verzehr, Leberoel, Vitamine, Sandpapier, Leder, Duengemittel usw.. Gegessen wird er fritiert, gebraten und gebacken.
Rote Liste: ist in der IUCN Red List als VU (A2bd+3bd+4bd) eingestuft.
Gefaehrlich: giftige Stacheln etc.

Quelle: fishbase.org

mfg
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Monday, September 3rd 2007, 8:02pm

Wissenswertes

Hi
Der Dornhai ist einer der wenigen Haien die auch sinnvoll verwertet werden.
Waehrend bei den meisten anderen Haiarten gerade mal die Flossen fuer eine Suppe oder irgendwelche obskure Puelverchen verwendet werden werden hier die Rueckenstuecke des Dornhais, die uebrigends graetenfreie sind, vor allem in Deutschland als Seeaal vermarktet und die Bauchlappen kommen geraeuchert als Schillerlocken in den Handel.
Leider wird dieser Fisch ausserhalb Europas nach wie vor zu Oel oder Kosmetika verarbeitet und ist deshalb auch durch die Ueberfischung vom Aussterben bedroht.

mfg
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Monday, September 3rd 2007, 8:14pm

Fangmethoden

Hi
Die Berufsfischerei bejagt diesen Hai mit Langleinen oder faengt ihn als Beifang mit Netzen.
Wir Sportangler bekommen solch einen Fisch eher zufaellig an die Rute. Fuers Big Game Fishing ist er als Zielfisch eher zu Klein aber beim Naturkoederfischen oder Pilken kann es schon mal vorkommen dass er beim Einholen einsteigt, diese Exemplare sind dann aber selten groesser als 1 Meter.
Wenn auch das Gift der Stacheln nicht so sehr gefaehrlich ist solte man doch beim Landen Vorsicht walten lassen.

mfg
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Lumbgräte

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Wednesday, September 19th 2007, 8:08pm

hoi,

dornhai?zufällig?also ich weis ja nicht in welchen norwegen du angelst aber da wo ich hinfahr gibts die viecher reichlich.das blöde is nur wenn die da sind wirds mit lumb und lengfischen etwas schwieriger weil die dann rumnerven.also wenn man es drauf anlegt isses kein großes problem so einen an den haken zu kriegen.das die stacheln von denen giftig sind wusste ich auch noch nicht.die verletzungsgefahr ist zwar etwas größer aber giftig?glaub ich nicht! die sind nich giftiger als ein rotbarsch.ich kenne jedenfalls keinen der irgendwelche vergiftungserscheinungen(wie z.b. petermännchen)hatte!zum thema sinnvolle verwertung kann ich aus meiner sicht nur sagen am besten zurücksetzen.schillerlocken sind nur ein kleiner teil vom fisch und der rest schmeckt nicht wirklich.aber das is vielleicht geschmackssache denn die norweger mögen ja auch lippfisch was ich auch nich nachvollziehen kann.

jkr

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Thursday, September 20th 2007, 12:41am

@Lumbgräte
Wie du sagst "wenn die da sind " dann kann man welche fangen. Sehr Nah an der Kueste (zumindest in Suednorwegen) wird man sie aber eher selten antreffen.

Zur Giftigkeit hier ein frei uebersetzter Auszug aus Toxicon:
Dornhaie besitzen an der Rueckenflossenbasis relativ große Giftdruesen.
Die beiden Stacheln besitzen Kanaele wodurch das Gift austreten kann.
Das Gift ist nicht besonders stark.
Es fuehrt zu grossen Schmerzen , Entzuendungen und Oedemen.
Obwohl es bereits Faelle gab wo verletzte Fischer allergisch auf das Gift reagiert haben und angeblich gestorben sind.

Die sinnvolle Verwertung bezog sich nur auf den kommerziellen Fang. Ich wuerde ihn ebenfalls wieder zuruecksetzen.

mfg
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Lumbgräte

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Thursday, September 20th 2007, 2:42pm

hi
also kann man nicht soweit gehen und ihn als giftig einstufen.er verursacht schmerzen und es sind evtl. leute dran gestorben.ok dann müsste man bienen,hornissen und dieses ganze stech und schmerzenungeziefer ja auch als giftig einstufen.also fakt is das an z.b. bienenstiche leute durch alergische reaktionen gestorben sind und und freudengefühle wollen sich nach dem stich auch nicht einstellen trotzdem stuft sie niemand automatisch als giftig ein.aus meiner sicht könnte man da von verletzungsrisiko sprechen aber mehr auch nicht.bei der fangbarkeit habe ich wohl erwähnt "wenn sie da sind".das allerdings trifft auch auf makrele,hering und sonstige zugfische zu.sind die genannten etwa schwer zu fangen wenn sie da sind?is klar wenn ich im januar auf makrele fische wird dieses wohl recht schwierig ausfallen.klar sie sind dann warscheinlich auch nicht da.also werde ich trotzdem behaupten das ein dornhai weder schwer zu fangen ist noch in irgendeiner form gesundheitsgefährdend ist.

jkr

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Thursday, September 20th 2007, 4:58pm

@Lumbgräte
Ich habe mich mal schlau gemacht.
Also vom Dornhai gibt es 50 Unterarten von denen mehrere (z.B. die unechten Dornhaie) keinen toxischen Effekt auf Menschen haben.
Auch ist die Giftigkeit der einzelnen Arten stark abhaengig von ihrem Lebensraum. So sind die Arten die im Nord-Atlantik vorkommen weit weniger giftig als die Arten die vor Sued-Amerika vorkommen.

Ich selbst wuerde die bei uns vorkommenden Arten auch als weniger giftig einstufen. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Wie bei allen Stachelfischen besteht immer die Gefahr dass man sich bei einer Verletzung ganz unabhaengig von der Giftigkeit schwerwiegende Entzuendungen einhandeln kann.

mfg
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