Am 07.06.2006 machten sich 4 Norwegenbegeisterte Angler auf den Weg nach Skottevik.
Zunächst hatten wir eine lange Anfahrt von Paderborn nach Hanstholm zu bewältigen, welche aber ohne Probleme gelaufen ist. Angekommen in Hanstholm hatten wir noch eine gute Stunde Zeit bis zur Abfahrt der Fähre. Und dann kam sie die Mastercat. Ich muss schon sagen das sie ein sehr imposantes Bild abgibt.
Also drauf auf die Katze und dann gaing es auch schon los.
Da das Skagerak an diesem Tag ein wenig rau war konnte man auch gut jeden Stoß der Wellen spüren. Dennoch pfefferten wir mit einer ordentlichen Geschwindigkeit über das Skagerak. Kurz ein Imbiss genommen und den Rest der Zeit ein wenig gechillt.
20 Meilen vor der Norwegischen Küste war der Wind wie weggeblasen und die Sonne strahlte vom blauen Himmel. Das sollte ein Vorgeschmack auf das werden was uns in dieser Woche Wettertechnisch erwarten würde.
Angelegt in Kristiansand, Fähre verlassen und vom Zoll war nix zu sehen. Wäre auch kein Problem gewesen, da wir uns im Rahmen der Zollgesetze bewegten.
Schnell noch zum Fischgroßhandel in Kristiansand gefahren und Köder in Form von Heringen gekauft. Und nun nix wie los nach Skottevik denn es juckte fürchterlich in den Händen.
Im Skottevik Maritimcenter wurden wir herzlichst von Wolfgang empfangen. Ein kurzer Smalltalk und dann ging es erstmal ans ausladen, Material vorbereiten und Boot beladen.
Das Echolot wurde montiert und getestet. Wir wollten ja nichts dem Zufall überlassen!
Jetzt ging es endlich los zum Fischen. Zum warmwerden fuhren wir erstmal zu Blakgrunnen um mit leichtem Geschirr ein paar Köhler zu "stippen". Das funzte auch super und die Köhler bekundeten großes Interesse an unseren 60gr Pilkern. Nach 3 Stunden Fun hatten wir erst mal genug den wir hatten seit mehr als 30 Stunden kein Auge zugetan.
Am nächsten Tag ging es dann richtig los. Wir hatten ja mit Icon-Event GmbH eine Tiefsee-Fischen-Tour gebucht. Das hieß in diesem Falle Tiefen ab 130m abwärts. Wir hatten uns zuvor ein paar mögliche Stellen auf der Seekarte angeschaut, haben diese GPS-Positionen eingegeben und ab dafür.
Alle waren voller Spannung wie es denn laufen würde. Die selbstgebundenen Nachläufervorfächer wurden montiert und diese mit einem Herings Filet bestückt. Und dann ab in die Tiefe. Erstmal tat sich gar nix. Dann nach ca. einer Stunde der erste Biss bei meinem Kollegen. Rums!!!! Anschlag sitzt. Nach 10 Minuten Drill kamm der erste Lumb des Tages nach oben. Der hatte schon mal sportliche 11kg. Das kann ich aber auch dachte ich mir. Naja und es tat sich weiterhin nix bei mir. Schon leichte Frusterscheinungen bauten sich auf. Aber was solls, is ja der erste Tag. Das Wetter entschädigte in diesem Moment für Einiges. Es dauerte dann bei mir noch so 1,5 Stunden und dann kam mein lange erwarteter Biss. Diesen konnte ich gut verwerten und der Drill begann. An der Oberfläche kam dann wieder ein schöner Lumb zum Vorschein. Allerdings hatte der "nur 6kg". So ging das dann noch den Rest des Angeltages. Wir hatten zusammen jeder 2 schöne Lumbs um 5-6 kg.
An den anderen Tagen lief das Prozedere genauso ab. Allerdings hatte wir an 2 Tagen dicke Suppe bis Mittag. Kein Problem, ab zu Wolfgang in den Shop und geklönt über Gott und die Welt. Eine absolute Geduldprobe war für mich ein Angeltag an dem ich sage und schreibe 4,5 Stunden auf den ersten Biss gewartet habe. Ich habe es überstanden und wurde auch dafür belohnt. Unter weiteren schönen Lumbs gab es noch ein paar mittlere Leng und ein paar schöne Rotbarsche die sich unglaublicherweise auf ein Heringsfilet gestürzt haben. Ich dachte die fängt man nur mit 20m langen Vorfächern. Ein weiteres Highlight der Woche war ein Dorsch von knapp 13 kg. Und was soll ich sagen, gefangen wurder der Fisch von der Freundin meines Kumpels Iconfish.
An allen Tagen hatte wir nicht einen Tropfen Regen. Der Wind war uns bis auf 5 Stunden gnädig und war teilweise so schwach das sich die Dieselschnecke auf der Stelle drehte ohne sich fortzubewegen. Einzig der Nebel den wir an 3 Tagen für ein paar Stunden hatten, war nicht so schön. Einmal holte er uns auf dem Wasser von See kommend in Nullkommanix ein. Dank Wolle haben wir den Hafen dann auch unbeschadet gefunden. Als Ortsunkundiger trotz GPS, kein Vergnügen! Also Vorsicht bei Seenebel. Sieht man ihn kommen, nix wie weg!
Leider kam dann der verdrängte Tag der Abreise.Am Abend vorher hatten wir schon unser Material gereinigt und im Auto verstaut und Wolle zum Abschied noch mal gedrückt.
So konnten wir morgens um halb 7 entspannt zur Fähre aufbrechen.
Der Rest ist schnell erzählt. Rauf auf die Cat, pünktlich abgelegt, pünktlich in Dänemark angekommen und den Weg nach Hause gesucht und gefunden.
Fazit: Das war bis jetzt einer der Besten Urlaube die ich im Süden Norwegens erlebt habe. Es muss nicht immer Nordnorwegen sein. Große Fische gibts auch im Süden. Man muss nur drauf Angeln und wissen wo.
Ein besonderer Dank an dieser Stelle gebührt noch einmal dem Veranstalter
Icon-Event!
Es war alles perfekt organisiert und es klappte alles reibungslos! Jederzeit wieder!
Gruß Dirk
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Gruß Dirk