Die 1994 gegründete Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Störe in Deutschland und Europa wieder ansässig zu machen. Ihr Ziel ist der Wiederaufbau und die nachfolgende Erhaltung der Störbestände. Sie dient der Koordination und Durchführung von Projekten zum Aufbau von Laichfischbeständen, zur Haltung und Reproduktion von Stören, zur Untersuchung von Habitatverfügbarkeit, zum Verhalten der Störe in ihrer natürlichen Umwelt und zum Einfluss der Fischerei auf die Besatzmaßnahmen. Dies geschieht in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin, dem Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg - Vorpommern und Fisch und Umwelt Mecklenburg- Vorpommern e.V.
Aktuelle Schwerpunkte der Arbeiten sind:
- der Aufbau eines Laichfischbestandes von Acipenser sturio für zukünftige Besatzmaßnahmen im Nordseeeinzugsgebiet am Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei
- der Aufbau eines Elterntierbestandes von A. oxyrinchus für den Ostseebesatz
- die Vorbereitung von experimentellen Besatzmaßnahmen mit Acipenser oxyrinchus im Ostseeeinzugsgebiet (Oder)
2007 wurden die ersten Jungfische in die Oder eingesetzt, markiert und teilweise mit Sendern versehen, damit weitere Forschung betrieben werden konnte. 2008 und 2009 folgten 40.000 Tiere. Erste Besatzversuche im Elbeeinzugsgebiet erfolgten 2008. Sollten diese Projekte erfolgreich sein, wird der Stör in 30 Jahren wieder als heimisch gelten.
Homepage:
www.sturgeon.de
Gruß Raba